Handwerk und Tradition
Graveur/in EFZ – Präzision, Kreativität und moderne Technik
Graveurinnen und Graveure verbinden traditionelles Handwerk mit modernster Technologie. Sie gestalten Einzelstücke, personalisieren hochwertige Produkte und fertigen präzise Gravuren für Industrie, Gewerbe sowie Privatkundinnen und Privatkunden.
Ob Schmuck, Maschinenbau, Werkzeugbau, Schilder, Glas oder Metall – Gravuren begegnen uns täglich. Neben der klassischen Handgravur gehören heute auch computergestützte Konstruktion (CAD), CNC-Technik und moderne Lasergravursysteme zum Berufsalltag.
Der Beruf erfordert handwerkliches Geschick, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Präzision und Sinn für Gestaltung. Jede Arbeit ist individuell und verlangt höchste Sorgfalt.
Ein Handwerk mit langer Tradition
Das Gravieren gehört zu den ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Schon in der Antike verzierten Menschen Schmuck, Waffen und Gebrauchsgegenstände mit kunstvollen Gravuren.
Im Europa des 15. und 16. Jahrhunderts erlebte die Gravierkunst ihre erste Blütezeit. Künstler wie Albrecht Dürer nutzten dieselben Werkzeuge sowohl für kunstvolle Gravuren als auch für den Kupferstich und prägten damit die Entwicklung der Druckgrafik nachhaltig.
Viele traditionelle Techniken werden bis heute gepflegt und bilden die Grundlage für modernes Gravieren. Sie verbinden jahrhundertealte Handwerkskunst mit den technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.
Das Berufsbild heute
Der Beruf des Graveurs hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute umfasst er sowohl klassische Handgravuren als auch hochpräzise maschinelle Verfahren.
Zu den Arbeitsgebieten gehören unter anderem:
- Schmuckgravuren
- Industrie- und Präzisionsgravuren
- Werkzeug- und Formenbau
- Lasergravuren
- Schilder- und Beschriftungstechnik
- Glas- und Steingravuren
- Siegel und Stempel
- Personalisierungen und Einzelanfertigungen
Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und digitaler Fertigung macht den Beruf besonders vielseitig und zukunftsorientiert.
Ausbildung
Die Ausbildung zur Graveurin bzw. zum Graveur EFZ vermittelt die Grundlagen der Handgravur ebenso wie den sicheren Umgang mit modernen Maschinen und digitalen Arbeitsprozessen.
Während der Lehre erwerben die Lernenden Kenntnisse in:
- Handgravur
- Maschinen- und Lasergravur
- Werkstoffkunde
- Gestaltung und Typografie
- CAD/CAM-Anwendungen
- Oberflächenbearbeitung
- Qualitätskontrolle
Die Ausbildung erfolgt im Lehrbetrieb, an der Berufsfachschule sowie in den überbetrieblichen Kursen (ÜK).
Überbetriebliche Kurse (ÜK)
Die überbetrieblichen Kurse ergänzen die Ausbildung im Lehrbetrieb und fördern den Austausch zwischen den Lernenden aus der ganzen Schweiz.
Kursort
Dürr Gravuren AG
Hofwiesenstrasse 6
8634 Hombrechtikon
Kursleitung
Andreas Dürr
Beat Heidersberger
Kursdaten 2026
| Kurstag | Datum |
|---|---|
| 1 | 12. September 2026 |
| 2 | 14. September 2026 |
| 3 | 19. September 2026 |
| 4 | 21. September 2026 |
| Nachholtag (bei Bedarf) | 31. Oktober 2026 |
Weiterbildung
Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss stehen Graveurinnen und Graveuren vielfältige Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten offen. Der Schweizerische Verband der Graveure unterstützt seine Mitglieder mit Fachkursen und Informationen zu Weiterbildungsangeboten.
Diese Fassung wäre deutlich zeitgemäßer: Sie spricht zunächst den Nutzen und die Faszination des Berufs an, erklärt anschließend seine Geschichte und zeigt schließlich Ausbildung und Perspektiven auf. Gleichzeitig bleibt die lange Tradition des Graveurhandwerks erhalten, ohne den modernen Berufsalltag aus dem Blick zu verlieren.
